IC Streichung Folge falscher Politik

DIE LINKE kritisiert die Einstellung des Intercity-Zuges nach Frankfurt. Die Einstellung der Verbindung ist aus Sicht der LINKEN letztendlich die Folge falscher Politik.

„Das die DB die Verbindung aus wirtschaftlichen Gründen einstellt, ist nachvollziehbar, auch wenn wir dies im Sinne der betroffenen Pendler kritisieren. Verantwortlich dafür ist aber die Politik von SPD und CDU auf der Bundesebene. Mit der Bahnreform 1994 wurde festgelegt, dass die Bahn den Fernverkehr eigenwirtschaftlich fährt. Die Politik hat es hier versäumt, ihr Primat zu sichern. Und das bei einem staatlichen Unternehmen.“ kritisiert Sebastian Knopf, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Stadtrat.

Nach Auffassung der LINKEN ist öffentlicher Personenverkehr eine Aufgabe der öffentliche Daseinsfürsorge und sollte nicht rein wirtschaftlichen Überlegungen überlassen werden.

„Der Bund muss endlich einen Aufgabenträger auf der Bundesebene schaffen, der Bahnfernverkehre bestellt und aus Steuermitteln bezahlt. So können Regionen wieder erschlossen werden, die heute vom Fernverkehr abgehängt worden sind. Ebenso hätte eine solche IC-Verbindung wie nach Frankfurt erhalten bleiben können.“ so Knopf weiter.

Die Forderungen nach einer Direktverbindung nach Frankfurt kann DIE LINKE nachvollziehen und unterstützt diese auch grundsätzlich. Allerdings muss dazu endlich die Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim gebaut werden, damit die Riedbahn, die Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim über Biblis, endlich entlastet wird, so der LINKEN-Fraktionschef weiter. Nur dann wird es aus Sicht von Knopf möglich sein, weitere Verbindungen auf dieser Strecke anzubieten. Weiterhin muss Rheinland-Pfalz dem Land Hessen finanziell entgegen kommen, da dieses zusätzliche Regionalverkehre ab der Rheinbrücke bestellen und bezahlen muss. Ohne entsprechende Kompensation werden die Hessen das sicher nicht tun, zeigt sich Knopf überzeugt.