„Gut gemeint ist nicht gut gemacht“

Die Linke nimmt Stellung zu geplanten CDU-Antrag im Stadtrat / Keine Ausschreibung auf der Ried-Bahn

Wie kürzlich berichtet, möchte sich die CDU in der kommenden Stadtratssitzung mit einem Antrag für eine bessere Anbindung von Worms an die Mainmetropole Frankfurt einsetzen. Hintergrund für diesen Antrag ist eine angebliche Ausschreibung für das Netzbündel „Main-Neckar-Ried“ zum Ende des Jahres 2017. 

„Gut gemeint ist nicht gut gemacht“, kommentiert jetzt Sebastian Knopf von den LINKEN, der zudem Landesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN Rheinland-Pfalz/Saarland ist. Fakt ist, dass zum Jahresende keine Ausschreibung erfolgt, sondern der Betriebsstart von DB Regio auf der Ried-Bahn von Frankfurt über Biblis nach Mannheim sowie auf der Main-Neckar-Bahn von Frankfurt über Darmstadt nach Mannheim. DB Regio hatte die Ausschreibung gewonnen, die im Sommer 2013 eröffnet wurde. Laut Auskunft auf der Webseite des Rhein-Main-Verbundes läuft der Vertrag über 15 Jahre bis 2032.

Besser informieren!
Weiterhin verweist Knopf darauf, dass die Linien RE 60 und RB 67 überhaupt nicht auf der Riedbahn fahren sondern auf der Main-Neckar-Bahn, die über Darmstadt und Bensheim verläuft. „Die Unionspolitiker sollten sich schon besser informieren, welche Linien wo fahren. Auf der Riedbahn verkehrt die Linie RE 70 so die Linie RB 62 des VRN.“ So Knopf weiter.

„Für mich hat das hier den Anschein des Aktionismus, um im Wahlkampf noch ein paar Punkte machen zu wollen. Fakt ist, dass diese ganze Nummer zur Peinlichkeit verkommen ist. Es wäre besser gewesen, wenn die Herren Metzler, Kessel und Karlin nochmal genauer auf die ihnen vorliegenden Unterlagen geguckt hätten, bevor sie Pressemitteilungen und Anträge schreiben.“ stellt Knopf abschließend fest.

(Nibelungenkurier vom 30.August 2017)