Mobilität für Alle – der Nulltarif

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Datum/Zeit
Date(s) - 14/11/2018
18:30 - 21:00

Veranstaltungsort
Alevitisches Gemeindehaus

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Vortrag mit Sabine Leidig, MDB

Am 14. November wird Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, einen Vortrag zur Zukunft der öffentlichen Verkehrsmittel halten. Die Veranstaltung findet in der alevitischen Gemeinde Alzey, Bahnhofstraße 26, um 18:30 Uhr statt.

Eine Offensive für sozialökologische Mobilität und Lebensqualität

Vorfahrt für das Auto ist Politik von gestern. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung (71%*) befürworten einen kostenfreien ÖPNV.
Der ehemalige Schlachtruf der Auto-Lobby lautete »Freie Fahrt für freie Bürger«, doch das Gefühl von Freiheit auf freien Straßen ohne Tempolimit ist ein Privileg für Wenige. Immer wieder Stau, nervige Parkplatzsuche, weite Pendelstrecken, hohe Kosten und gebrochene Versprechen – das ist Auto-Alltag für Viele. Unter Abgasen und Lärm leiden Millionen Menschen. Jährlich gibt es tausende vorzeitige Todesfälle durch Stickoxide. Tragische Unfälle passieren jeden Tag. Der Autoverkehr hat sich überall ausgebreitet und nimmt den Platz weg für Fahrradwege, Grünflächen, Spielplätze, Wohnraum und Straßencafés. Millionen Verbrennungsmotoren heizen den Klimawandel an. Die Jagd nach Erdöl und Rohstoffen verschärft die globale Ausbeutung von Mensch und Natur.

Als DIE LINKE fordern wir schon lange den Nulltarif. Für gerechte Verkehrsverhältnisse stellen wir die Lebensqualität aller in den Mittelpunkt – nicht die Interessen der Automobilindustrie. Es geht um saubere Luft, mehr Platz, lebenswerte öffentliche Räume, sichere Wege für alle. Städte/Kommunen und deren ÖPNV-Verbünde, die mit einem solchen Nulltarif starten, müssen erhebliche Unterstützung bekommen. Zu rechnen ist sicher mit Fahrgast-Zuwächsen von 25-40%. Dafür muss kurzfristig Vorsorge getroffen werden. Auch, indem der gesamte Umweltverbund Fahrrad/Fußgänger/ÖPNV betrachtet wird.
Geld genug ist da. Allein die Subventionen des Diesels belaufen sich pro Jahr auf 7 Mrd. Euro (Umweltbundesamt, für 2010). Hinzu kommen die völlig ungerechtfertigten neuen Subventionen für Elektro-Pkws. Diese Gelder müssen umgelenkt werden – zu den Nulltarif-Städten.

*Dies ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage von infratest-dimap beauftragt von Prof. Peter Grottian, ehem. FU Berlin, von Januar 2018